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Futtermittel-Lexikon

FUTTERMITTEL-BEGRIFFE

Fischfütterung


Grundsätze zur Futtermittelsicherheit und Aufmachung von Futtermitteln:


Futtermittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht oder an der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere verfüttert werden. Futtermittel gelten als nicht sicher in Bezug auf den beabsichtigten Verwendungszweck, wenn davon auszugehen ist, dass sie die Gesundheit von Mensch oder Tier beeinträchtigen können oder bewirken, dass die Lebensmittel, die aus den der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren hergestellt werden, als nicht sicher für den Verzehr durch den Menschen anzusehen sind.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Diese Anforderungen gelten entsprechend für Futtermittel für nicht der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere (Heimtiere).
Zusätzlich zu diesen Anforderungen stellen die Futtermittelunternehmer, die Futtermittel in Verkehr bringen, sicher, dass diese Futtermittel unverdorben, echt, unverfälscht, zweckgeeignet und von handelsüblicher Beschaffenheit sind, sowie in Übereinstimmung mit der vorliegenden Verordnung und dem sonstigen anwendbaren Gemeinschaftsrecht gekennzeichnet, verpackt und dargereicht werden.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Unbeschadet spezifischer Bestimmungen des Lebensmittelrechts dürfen die Kennzeichnung, Werbung und Aufmachung von Lebensmitteln oder Futtermitteln auch in Bezug auf ihre Form, ihr Aussehen oder ihre Verpackung, die verwendeten Verpackungsmaterialien, die Art ihrer Anordnung und den Rahmen ihrer Darbietung sowie die über sie verbreiteten Informationen, gleichgültig über welches Medium, die Verbraucher nicht irreführen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

 

Begriffe:


Alleinfuttermittel
Mischfuttermittel, das wegen seiner Zusammensetzung für eine tägliche Ration ausreicht.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Anorganischer Stoff
Zugelassene Ersatzbezeichnung für „Rohasche“
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Ascherückstand
Zugelassene Ersatzbezeichnung für „Rohasche“
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Aufmachung
Die Form, das Erscheinungsbild oder die Verpackung und die für das Futtermittel verwendeten Verpackungsmaterialien, die Art und Weise, in der, und das Umfeld, in dem es präsentiert wird.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Behandeln
Das Wiegen, Messen, Um- und Abfüllen, Stempeln, Bedrucken, Verpacken, Kühlen, Gefrieren, Tiefgefrieren, Auftauen, Lagern, Aufbewahren, Befördern sowie jede sonstige Tätigkeit, die nicht als Herstellen oder Inverkehrbringen anzusehen ist.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Besonderer Ernährungszweck
Der Zweck, spezifische Ernährungsbedürfnisse von Tieren zu erfüllen, deren Verdauungs-, Absorptions- oder Stoffwechselvorgänge vorübergehend oder bleibend gestört sind oder sein könnten und die deshalb von der Aufnahme ihrem Zustand angemessener Futtermittel profitieren können.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Betrieb
bezeichnet jede Anlage eines Futtermittelunternehmens.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 183/2005)

Buchführung
Betriebsinterne Aufzeichnungen (ggf. gesetzlich vorgeschrieben)
Analoge Definition:
Die Buchführung muß so beschaffen sein, daß sie einem sachverständigen Dritten innerhalb angemessener Zeit einen Überblick über die Geschäftsvorfälle und über die Lage des Unternehmens vermitteln kann. Die Geschäftsvorfälle müssen sich in ihrer Entstehung und Abwicklung verfolgen lassen.
(Quelle: HGB / Stand: 31.7. 2009)
Die Futtermittelunternehmer (der Futtermittelprimärproduktion) müssen in geeigneter Weise über Maßnahmen, die zur Eindämmung von Gefahren getroffen wurden, Buch führen und die Bücher während eines der Art und Größe des Futtermittelunternehmens angemessenen Zeitraums aufbewahren. Die Futtermittelunternehmer müssen die in diesen Büchern enthaltenen relevanten Informationen der zuständigen Behörde zur Verfügung stellen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 183/2005)

Diätfuttermittel
Mischfuttermittel, die dazu bestimmt sind, den besonderen Ernährungsbedarf der Tiere zu decken, bei denen insbesondere Verdauungs-, Resorptions- oder Stoffwechselstörungen vorliegen oder zu erwarten sind.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Einzelfuttermittel
Erzeugnisse pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die vorrangig zur Deckung des Ernährungsbedarfs von Tieren dienen, im natürlichen Zustand, frisch oder haltbar gemacht, und Erzeugnisse ihrer industriellen Verarbeitung sowie organische oder anorganische Stoffe, mit Futtermittelzusatzstoffen oder ohne Futtermittelzusatzstoffe, die zur Tierernährung durch orale Fütterung bestimmt sind, sei es unmittelbar als solche oder in verarbeiteter Form, für die Herstellung von Mischfuttermitteln oder als Trägerstoff für Vormischungen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)
Werden Einzelfuttermitteln andere Einzelfuttermittel zur Verbesserung der Pressfähigkeit bis zu drei vom Hundert des Gesamtgewichts oder zur Denaturierung nach geltenden Rechtsvorschriften zugesetzt, so gelten sie weiterhin als Einzelfuttermittel.
(Quelle: FuttMV / Stand: 28. 02. 2010)
Einzelfuttermittel werden in erster Linie verwendet, um den Bedarf der Tiere beispielsweise an Energie, Nährstoffen, Mineralstoffen oder Ballaststoffen zu decken. Sie sind normalerweise chemisch nicht genauer definiert, außer was ihre grundlegenden Nährstoffbestandteile anbelangt.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Einzelhandel
Die Handhabung und/oder Be- oder Verarbeitung von Lebensmitteln und ihre Lagerung am Ort des Verkaufs oder der Abgabe an den Endverbraucher; hierzu gehören Verladestellen, Verpflegungsvorgänge, Betriebskantinen, Großküchen, Restaurants und ähnliche Einrichtungen der Lebensmittelversorgung, Läden, Supermarkt- Vertriebszentren und Großhandelsverkaufsstellen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Ergänzungsfuttermittel
Mischfuttermittel, das einen hohen Gehalt an bestimmten Stoffen aufweist, aber aufgrund seiner Zusammensetzung nur mit anderen Futtermitteln zusammen für die tägliche Ration ausreicht.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Erzeugnisse
sind Lebensmittel, einschließlich Lebensmittel-Zusatzstoffe, Futtermittel, kosmetische Mittel und Bedarfsgegenstände.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Etikett
Alle Aufschriften, Marken- oder Kennzeichen, bildlichen oder anderen Beschreibungen, die auf einer Verpackung oder einem Behältnis eines Futtermittels geschrieben, gedruckt, mittels Schablone angebracht, markiert, gestempelt, geprägt oder eingedrückt oder daran befestigt sind.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Fertigpackung
Erzeugnisse in Verpackungen beliebiger Art, die in Abwesenheit des Käufers abgepackt und verschlossen werden, wobei die Menge des darin enthaltenen Erzeugnisses ohne Öffnen oder merkliche Änderung der Verpackung nicht verändert werden kann.
Fertigpackungen dürfen nur hergestellt, in den Geltungsbereich dieses Gesetzes verbracht oder in den Verkehr gebracht werden, wenn die Nennfüllmenge angegeben ist und die Füllmenge den festgelegten Anforderungen entspricht.
Sie müssen so gestaltet und befüllt sein, daß sie keine größere Füllmenge vortäuschen, als in ihnen enthalten ist.
(Quelle: EichG / Stand: 3. 7. 2008)

Füllmenge
Die Menge, die eine einzelne Fertigpackung enthält. (Siehe auch: „Nennfüllmenge“)
(Quelle: EichG / Stand: 3. 7. 2008)

Futtermittel
Stoffe oder Erzeugnisse, auch Zusatzstoffe, verarbeitet, teilweise verarbeitet oder unverarbeitet, die zur oralen Tierfütterung bestimmt sind.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)
Futtermittel können die Form von Einzelfuttermitteln, Mischfuttermitteln, Futtermittelzusatzstoffen, Vormischungen oder Fütterungsarzneimitteln annehmen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Futtermittel-Ausgangserzeugnisse
Unterschiedliche pflanzliche oder tierische Erzeugnisse im natürlichen Zustand, frisch oder haltbar gemacht, und die Erzeugnisse ihrer industriellen Verarbeitung Zusatzstoffe, die zur Tierernährung durch Fütterung bestimmt sind, sei es unmittelbar als solche oder in verarbeiteter Form, für die Herstellung von Mischfuttermitteln oder als Trägerstoff für Vormischungen.
(Quelle: Richtlinie 96/25/EG)

Futtermittel für besondere Ernährungszwecke
Futtermittel, das aufgrund seiner besonderen Zusammensetzung oder des Herstellungsverfahrens, welche(s) es eindeutig von gängigen Futtermitteln unterscheidet, einem besonderen Ernährungszweck dienen kann.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Futtermittelhygiene
bezeichnet die Maßnahmen und Vorkehrungen, die notwendig sind, um Gefahren zu beherrschen und zu gewährleisten, dass ein Futtermittel unter Berücksichtigung seines Verwendungszwecks für die Verfütterung an Tiere tauglich ist.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 183/2005)

Futtermittelprimärproduktion
bezeichnet die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse, einschließlich insbesondere durch Pflanzenbau, Ernten, Melken, Aufzucht von Tieren (bis zur Schlachtung) oder Fischfang, die nach der Ernte, der Sammlung oder dem Fang, von einfachen äußeren Behandlungen abgesehen, keiner anderen Bearbeitung unterzogen werden.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 183/2005)

Futtermittelsicherheit
Futtermittel, die nicht sicher sind, dürfen nicht in Verkehr gebracht oder an der Lebensmittelgewinnung dienende Tiere verfüttert werden.
Futtermittel gelten als nicht sicher in Bezug auf den beabsichtigten Verwendungszweck, wenn davon auszugehen ist, dass sie die Gesundheit von Mensch oder Tier beeinträchtigen können und/oder bewirken, dass die Lebensmittel, die aus den der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren hergestellt werden, als nicht sicher für den Verzehr durch den Menschen anzusehen sind.
Futtermittel, die spezifischen Bestimmungen der Gemeinschaft zur Futtermittelsicherheit entsprechen, gelten hinsichtlich der durch diese Bestimmungen abgedeckten Aspekte als sicher.
Fehlen spezifische Bestimmungen der Gemeinschaft, so gelten Futtermittel als sicher, wenn sie mit den entsprechenden Bestimmungen des nationalen Rechts des Mitgliedstaats, in dessen Hoheitsgebiet sie in Verkehr sind, in Einklang stehen […].
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Futtermittelunternehmen
Alle Unternehmen, gleichgültig, ob sie auf Gewinnerzielung ausgerichtet sind oder nicht und ob sie öffentlich oder privat sind, die an der Erzeugung, Herstellung, Verarbeitung, Lagerung, Beförderung oder dem Vertrieb von Futtermitteln beteiligt sind, einschließlich Erzeuger, die Futtermittel zur Verfütterung in ihrem eigenen Betrieb erzeugen, verarbeiten oder lagern.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)
[…] auch soweit sich deren Tätigkeit auf Futtermittel bezieht, die zur oralen Tierfütterung von nicht der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren bestimmt sind.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Futtermittelunternehmer / in
bezeichnet die natürliche oder juristische Person, die dafür verantwortlich ist, dass die Anforderungen der Verordnung (EG) Nr. 183/2005 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Januar 2005 mit Vorschriften für die Futtermittelhygiene, sowie der Verordnung (EG) Nr. 767/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über das Inverkehrbringen und die Verwendung von Futtermitteln in dem ihrer Kontrolle unterstehenden Futtermittelunternehmen erfüllt werden, bzw. ihnen entsprochen wird.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 183/2005 / Verordnung (EG) Nr. 767/2009)
[…] auch soweit sich deren Verantwortung auf Futtermittel bezieht, die zur oralen Tierfütterung von nicht der Lebensmittelgewinnung dienenden Tieren bestimmt sind.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)
Die natürlichen oder juristischen Personen, die dafür verantwortlich sind, dass die Anforderungen des Lebensmittelrechts in dem ihrer Kontrolle unterstehenden Futtermittelunternehmen erfüllt werden.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Futtermittelzusatzstoffe
Stoffe, Mikroorganismen oder Zubereitungen, die keine Futtermittel-Ausgangserzeugnisse oder Vormischungen sind und bewusst Futtermitteln oder Wasser zugesetzt werden, um insbesondere eine oder mehrere der folgenden Funktionen zu erfüllen:
Der Futtermittelzusatzstoff muss
a) die Beschaffenheit des Futtermittels positiv beeinflussen;
b) die Beschaffenheit der tierischen Erzeugnisse positiv beeinflussen;
c) die Farbe von Zierfischen und -vögeln positiv beeinflussen;
d) den Ernährungsbedarf der Tiere decken;
e) die ökologischen Folgen der Tierproduktion positiv beeinflussen;
f) die Tierproduktion, die Leistung oder das Wohlbefinden der
Tiere, insbesondere durch Einwirkung auf die Magen- und
Darmflora oder die Verdaulichkeit der Futtermittel, positiv
beeinflussen oder
g) eine kokzidiostatische oder histomonostatische Wirkung
haben.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1831/2003)

Heimtier
siehe „Tier“

Herstellen
Das Gewinnen […], das Herstellen, das Zubereiten, das Be- und Verarbeiten und das Mischen.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Inhaltsstoffe
Stoffe – außer Futtermittel-Zusatzstoffen, Mittelrückständen und unerwünschten Stoffen –, die in einem Einzelfuttermittel oder Mischfuttermittel enthalten sind und seinen Futterwert beeinflussen, es sei denn, dass diese Beeinflussung nur unerheblich ist.
(Quelle: FuttMV / Stand: 28. 02. 2010)

Inverkehrbringen
Das Bereithalten von Lebensmitteln oder Futtermitteln für Verkaufszwecke einschließlich des Anbietens zum Verkauf oder jeder anderen Form der Weitergabe, gleichgültig, ob unentgeltlich oder nicht, sowie den Verkauf, den Vertrieb oder andere Formen der Weitergabe selbst.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)
Das Anbieten, Vorrätighalten zum Verkauf oder zur sonstigen Abgabe, Feilhalten und jedes Abgeben an andere.
(Quelle: EichG / Stand: 3. 7. 2008)

Kennzeichnung
Die Zuweisung von Angaben, Hinweisen, Warenzeichen, Markennamen, Abbildungen oder Zeichen, die sich auf ein Futtermittel beziehen, durch Anbringen dieser Informationen auf jeglicher Art von Medium, welches sich auf dieses Futtermittel bezieht oder dieses begleitet, wie etwa Verpackung, Behältnis, Schild, Etikett, Schriftstück, Ring, Verschluss oder im Internet, einschließlich zu Werbezwecken.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Lebensmittel
Alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie in verarbeitetem, teilweise verarbeitetem oder unverarbeitetem Zustand von Menschen aufgenommen werden. […]
Nicht zu „Lebensmitteln“ gehören: Futtermittel […]
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Los
siehe „Partie“

Melassefuttermittel
Ergänzungsfuttermittel, die unter Verwendung von Melasse hergestellt sind und mindestens 14 vom Hundert Gesamtzucker, berechnet als Saccharose, enthalten.
(Quelle: FuttMV / Stand: 28. 02. 2010)

Mindesthaltbarkeitsdauer
Der Zeitraum, während dessen die für die Kennzeichnung verantwortliche Person garantiert, dass das Futtermittel unter ordnungsgemäßen Lagerungsbedingungen seine erklärten Eigenschaften behält; nur eine einzige Mindesthaltbarkeitsdauer darf in Bezug auf das Futtermittel in seiner Gesamtheit angegeben werden; diese Mindesthaltbarkeitsdauer ergibt sich aus der Mindesthaltbarkeitsdauer der einzelnen Bestandteile des betreffenden Futtermittels.
Die Mindesthaltbarkeitsdauer muss gemäß folgender Bestimmungen auf der Verpackung angegeben werden:
„Spätestens zu verbrauchen bis…“ gefolgt vom Datum eines bestimmten Tages bei aufgrund von Abbauprozessen leicht verderblichen Futtermitteln.
„Mindestens haltbar bis…“ gefolgt von der Angabe eines bestimmten Monats bei anderen Futtermitteln.
Wird das Herstellungsdatum ausgewiesen, kann die Mindesthaltbarkeitsdauer auch wie folgt angegeben werden:
„…(Zeitangabe in Tagen oder Monaten) nach dem Datum der Herstellung“.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Mineralfuttermittel
Ergänzungsfuttermittel mit mindestens 40 % Rohasche.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Mischfuttermittel
Eine Mischung aus mindestens zwei Einzelfuttermitteln, mit Futtermittelzusatzstoffen oder ohne Futtermittelzusatzstoffe, die zur oralen Fütterung in Form eines Alleinfuttermittels oder Ergänzungsfuttermittels bestimmt sind.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Nennfüllmenge
Die Menge, die die Fertigpackung enthalten soll. (Siehe auch: „Füllmenge“)
(Quelle: EichG / Stand: 3. 7. 2008)

Nutztier
siehe „Tier“

Orale Tierfütterung
Die Aufnahme von Futtermitteln in den tierischen Verdauungstrakt durch das Maul bzw. den Schnabel, um den Nahrungsbedarf der Tiere zu decken oder die Produktivität von normal gesunden Tieren aufrechtzuerhalten.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Partie / Los
Eine identifizierbare Menge an Futtermitteln, die nachweislich gemeinsame Eigenschaften haben, wie Ursprung, Sorte, Art der Verpackung, Verpacker, Übersender oder Kennzeichnung; im Falle eines Herstellungsverfahrens bezeichnet „Partie“ oder „Los“ eine Einheit der Herstellung aus einer einzigen Anlage, unter Verwendung einheitlicher Herstellungsparameter, oder eine Reihe solcher Einheiten, sofern sie in kontinuierlicher Reihenfolge hergestellt und zusammen gelagert werden.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Rückverfolgbarkeit
Die Möglichkeit, ein Lebensmittel oder Futtermittel, ein der Lebensmittelgewinnung dienendes Tier oder einen Stoff, der dazu bestimmt ist oder von dem erwartet werden kann, dass er in einem Lebensmittel oder Futtermittel verarbeitet wird, durch alle Produktions-, Verarbeitungs- und Vertriebsstufen zu verfolgen.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 178/2002)

Tagesration
Gesamtmenge der Futtermittel, die ein Tier einer bestimmten Art, Altersklasse und Leistung täglich im Durchschnitt benötigt, um seinen gesamten Nährstoffbedarf zu decken, bezogen auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 12 vom Hundert.
(Quelle: FuttMV / Stand: 28. 02. 2010)

Tier:

„der Lebensmittelgewinnung dienendes Tier“

Jedes Tier, das zur Gewinnung von Lebensmitteln zum menschlichen Verzehr gehalten wird, einschließlich solcher Tiere, die nicht zum menschlichen Verzehr verwendet werden, jedoch zu Arten zählen, die normalerweise zum menschlichen Verzehr in der Gemeinschaft verwendet werden.

„nicht der Lebensmittelgewinnung dienendes Tier“

Jedes Tier, das gefüttert, gezüchtet oder gehalten, jedoch nicht zum menschlichen Verzehr verwendet wird, wie etwa Pelztiere, Heimtiere und solche Tiere, die in Labors, Zoos oder in Zirkussen gehalten werden.

„Pelztier“

Ein nicht der Lebensmittelgewinnung dienendes Tier, das zur Gewinnung von Pelz gefüttert, gezüchtet oder gehalten, jedoch nicht zum menschlichen Verzehr verwendet wird.

„Heimtier“

Ein nicht der Lebensmittelgewinnung dienendes Tier, das zu einer Tierart zählt, die gefüttert, gezüchtet oder gehalten wird, jedoch in der Gemeinschaft üblicherweise nicht zum menschlichen Verzehr verwendet wird.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

„Nutztier“

Tiere einer Art, die üblicherweise zum Zweck der Gewinnung von Lebensmitteln oder sonstigen Produkten gehalten wird, sowie Pferde.
(Quelle: LFGB / Stand: 3. 8. 2009)

Trägerstoff
Ein Stoff, der zur Auflösung, Verdünnung, Dispersion oder sonstigen physikalischen Veränderung eines Futtermittelzusatzstoffes verwendet wird, um dessen Handhabung, Anwendung oder Verwendung ohne Veränderung seiner technologischen Funktion und ohne dass er selbst eine technologische Wirkung ausübt, zu erleichtern.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 767/2009)

Verarbeitungshilfsstoffe
An sich nicht als Futtermittel verwendete Stoffe, die bei der Verarbeitung von Futtermitteln oder Futtermittel-Ausgangserzeugnissen absichtlich zu dem Zweck verwendet werden, während der Be- oder Verarbeitung einen technologischen Zweck zu erfüllen, was zum Vorhandensein nicht beabsichtigter, aber technisch unvermeidbarer Rückstände oder Rückstandsderivate im Enderzeugnis führen kann, sofern sich diese Rückstände weder schädlich auf die Gesundheit von Tier und Mensch oder auf die Umwelt noch technologisch auf das Enderzeugnis auswirken.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1831/2003)

Vormischungen
Mischungen von Futtermittelzusatzstoffen oder Mischungen aus einem oder mehreren Futtermittelzusatzstoffen mit Futtermittel-Ausgangserzeugnissen oder Wasser als Trägern, die nicht für die direkte Verfütterung an Tiere bestimmt sind.
(Quelle: Verordnung (EG) Nr. 1831/2003)



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