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Glatter Spornfrosch (Brehm 1892)

Zierfische, Krankheiten, Heilkunde, Tierarzt, Fischkrankheiten, Fischphysiologie, Fischbiologie, Fachliteratur

aus: Brehms Thierleben - Allgemeine Kunde des Thierreichs, Band 7 (1892)

 

 

Die Familie der Spornfrösche (Dactylethridae), die durch Zähne im Oberkiefer und nur sieben vor dem Kreuzbeine gelegene Wirbel auszeichnen, besteht aus der einzigen Gattung Spornfrosch (Xenopus), deren Arten auf des tropischen Afrika beschränkt sind. Es sind glatte, etwas an unsere Wasserfrösche erinnernde Tiere mit kleinem Kopfe, runder, kurzer Schnauze, und aufwärts gerichteten Nasenlöchern und kleinen rundsternigen Augen, deren Oberlid zu einer schwachen Hautfalte verkümmert ist, fehlendem Trommelfelle, schlanken, freien Fingern und breiten Flossenfüßen, deren drei erste Zehen mit scharf zugespitzten schwarzen Krallennägeln bewehrt sind.

Glatter Spornfrosch (Xenopus laevis) nebst Quappe. Natürliche Größe

 

Die bekannteste der drei Arten ist der Glatte Spornfrosch (Xenopus laevis und boiei, Bufo laevis, Pipa laevis und bufonia, Leptopus oxydactylus, Dacthylethra laevis, capensis und boiei), im ganzen tropischen Afrika bis zum Kaplande zu Haufe, ausgezeichnet vor allem durch einen ganz kurzen, an den der Blindwühlen erinnernden Fühlfaden unter dem Auge, fehlenden Mittelfußsporn, eigentümliche, rund um den Körper herum gestellte, kleine, röhrenartige Bildungen in der glatten Haut und die Weibchen überdies durch drei den After schließenden Hautlappen. Das seltsame Tier ist oben dunkelbraun, unten weißlich, hier einfarbig oder braun gefleckt.

Zur Brunftszeit zeigt das Männchen, wie uns G.A. Boulenger mitteilt, sogenannte Begattungsbürsten in Gestalt je eines schwarzen Bandes längs sämtlicher Finger.
Nach J.M. Leslies Beobachtungen ist der Spornfrosch ein ausschließlicher Wasserbewohner, frißt auch und verschlingt seine Beute nur unter Wasser, wobei er mit den Händen nachhilft. Die Paarung findet im August in der Stellung statt, wie wir sie bei den Krötenfröschen kennen gelernt haben. Die Eier treten einzeln aus, und die den After des Weibchens schließenden Hautlappen sind seine Aufbewahrungsorte für den männlichen Samen, wie man wohl früher vermutet hatte. Die aus den Eiern schlüpfenden Larven haben die äußeren Kiemen bereits verloren; am dritten Tage schon entwickeln sich zwei lange Bartfäden in der Nähe der Mundwinkel, aber während des ganzen Verlaufes der Entwickelung zeigen die weder Zähne, noch Hornplatten, noch den Mund umsäumende Haftwärzchen.
Der Spornfrosch stimmt somit in Bezug auf Begattung und Eiablage mit Froschlurchen, etwa aus den Familien der Scheibenzüngler und Krötenfrösche, überein, in Bezug auf die Gestalt und den Bau der Larve aber mit den Schwanzlurchen.
Außer einem ganz leisen "Ticktick", das er zur Paarungszeit unter Wasser hören läßt, hat Leslie keine Stimme vom Spornfrosche gehört.

 



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