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Haltung & Fehler bei Xenopus

Zierfische, Krankheiten, Heilkunde, Tierarzt, Fischkrankheiten, Fischphysiologie, Fischbiologie, Fachliteratur

Im Aufbau / In Bearbeitung

 

Vieles kann, nicht alles muss und manches darf nicht sein!

Einige Grundlagen und Aspekte aus unserer wissenschaftlichen (Neben-)Beschäftigung mit dem gemeinen Krallenfrosch (Xenopus laevis) und seinen näheren Verwandten:

 

Grundsätzliche Haltung
 
Der Xenopus braucht eine große Grundfläche und nicht unbedingt einen hohen Wasserstand, bei angemessenem Besatz ist eine Wassertiefe, welche der ausgestreckten Körperlänge des größten Frosches entspricht, ausreichend. Eine Höhendifferenz zwischen der Wasserlinie oder dem höchsten erkletterbaren Punkt und dem Beckenrand von mindestens einer ausgestreckten Körperlänge, sowie evtl. eine entsprechende Abdeckung sind wichtig.
Das Wasser muss "gepflegt" sein, stets frisch und bei höchstens geringem Strömungsaufkommen gut gefiltert. Ein hohes Wasservolumen wirkt stabilisierend auf die Wasserqualität (Belastung und Temperatur).
"Zierfisch-Aquarien" eignen sich nur bedingt und sind meist höchstens suboptimal!

 

Vergesellschaftung
 
Keine artfremde Vergesellschaftung, da meist schädlich und höchstens suboptimal!
... kleinere Tiere werden gefressen, größere Tiere können Stress oder Verletzungen verursachen. Artfremde Frösche können lethal, im Besonderen chytridiomykotisch infiziert werden. Zwischen verschiedenen Haltunseinrichtungen muss eine zuverlässige Hygiene betrieben werden!

 

Besatzdichte

Eine zu hohe Besatzdichte verursacht Stress und im Besonderen bei der Fütterung evtl. Bissverletzungen, welche sich weiter bis zur konsequenten Lethalität infizieren können. Eine Grundfläche von ¼ qm (50X50cm) erscheint pro ausgewachsenem Tier zunächst als ausreichend, je mehr Fläche und Volumen, desto grundsätzlich besser!

 

Ernährung

Kein roher Fisch! Die nicht sehr geistreiche Idee von Laien kleine Zierfische zu verfüttern ist neben tierschutzrechtlichen Aspekten auch aus biologischer Sicht nicht empfehlenswert (⇒Thiaminase). Die wenigen im Handel erhältlichen Futtersorten speziell für Xenopus erscheinen aufgrund ihrer Zusammensetzung lediglich als umdeklariertes Fischfutter, sind deshalb aber nicht schlecht, nur überteuert!

Wir erarbeiten selber ein Ernährungskonzept und können grundsätzlich dazu raten sich nachhaltig an der wirbellosen Naturnahrung zu orientieren. Einseitigkeit und Überfütterung sind stets zu vermeiden!

Die Futteraufnahme und konsequente Wasserbelastung muss kontrollierbar sein!

 

Temperatur

Der Xenopus lässt sich optimal bei "Zimmertemperatur" (ca. 21-24°C) halten, schnelle Temperatursprünge auch innerhalb seines möglichen weiteren Spektrums ( ca. 16-28°C) können aber akut tödlich sein! Eine langsame Angleichung beim Temperaturwechsel ist wichtig, besonders bei einer Erhöhung um 2°C oder mehr bei vorheriger Kälteadaption!

 

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