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Natürliche Ernährung beim Platinbeilbauchfisch

 

Netto-Ferreira et al. (2007) fingen in einem brasilianischen Biotop 88 Vertreter des Platinbeilbauchfisches (Thoracocharax stellatus) und untersuchten den Mageninhalt auf seine Bestandteile um daraus auf die natürliche Ernährung zu schließen.

Dabei stellten sie fest, dass die Nahrung dem Anschein nach zu 99,6% aus Insekten besteht, welche zu 87,6% vom umliegenden Ufer stammen (Landinsekten), darunter insbesondere Ameisen und Käfer. Die Forscher weisen aber darauf hin, dass die Interpretation des Mageninhaltes vorsichtig erfolgen muss, da gerade Nährtiere mit einem in der Verdauung widerstandsfähigem Exoskelett wie Ameisen und Käfer sich besonders lange halten und daher im Vergleich zu ebenfalls verzehrten Eintags- und Köcherfliegen in ihrer Wertigkeit einen falschen Eindruck erwecken können. Solche Werte können dann grundsätzlich zu einer Überschätzung des Anteils von Nährtieren mit dickem Panzer in der Fischernährung führen.

Vielmehr aufgrund dieser Annahme und dem hohen Anteil nicht weiter bestimmbarer Nahrungsbestandteile im Magen (welche auf eine bessere Kauleistung und Verdauung zurückgeführt werden) und der allgemeinen Morphologie, gehen die Forscher davon aus, dass die Fische nicht so sehr auf tote Insekten angewiesen sind, sondern ebenfalls sich von Mückenlarven ernähren. Dabei scheinen die Bewegungen der Mückenlarven beim Luftholen oder Schlüpfen an der Oberfläche den Jagdtrieb zu stimulieren.

Obgleich der Platinbeilbauchfisch aufgrund seiner Fähigkeit aus dem Wasser zu springen z.B. auch als „König der Flieger“ bezeichnet wird (Riehl & Baensch, 2001) gehen die Forscher nicht davon aus, dass der Fisch auf diesem Weg seine Beute fängt, sondern bei ihnen zeigte sich dieses Verhalten lediglich bei dem Versuch Raubfischen zu entkommen.

Der Platinbeilbauch ist aufgrund seiner Form besonders geeignet knapp unter der Wasseroberfläche Nahrung aufzunehmen, so eben auch Anfluginsekten und begibt sich besonders in der Morgen- und Abenddämmerung auf die Jagd, da er im Zwielicht geschützter vor der Aufmerksamkeit von Raubfischen ist.



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