FIBERI - Fisch(erei) Beratung Ritter 2018




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FIBERI - Fisch(erei) Beratung Ritter 2018

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KFZ-Reparatur & Wartung

Zierfische, Krankheiten, Heilkunde, Tierarzt, Fischkrankheiten, Fischphysiologie, Fischbiologie, FachliteraturSUCHWORT: KFZ

 

Wenigstens die "Kleinigkeiten" am (Dienst-)Wagen selber zu machen bringt viel für die Eigenverantwortung und Einsicht in Weiteres ... nicht nur bei der Batterie!

Wer als Kind schon selber sein Zweirad repariert hat, der dürfte als "Großer" mit einem Vierrad auch keine besonderen Probleme haben ... außer wenn es vielleicht "ans Eingemachte" geht.

Was man bei modernen PKW´s beachten muss, ist aber, daß vielleicht vieles vom Zentralcomputer (der sogenannte "Chip") überwacht wird und einer besonderen Einstellung bedarf, aber auch das ist nur eine Frage der Einarbeitung und des richtigen Werkzeuges, ansonsten bleibt nur das blinde Vertrauen in "den freundlichen" Dienstleister...!

  Nunquam confide officio sed unice personae varae, non amici pecuniam sumunt! 

 

Grundsätzliches Post Scriptum:

Bei diesem Thema fällt wieder auf wieviel Informationen ... gerade im Videoformat ... im Internet zu finden sind ... und die meisten sind "Abfall" oder "Vorsatz-Müll"!

Wer sich mit einem Thema auseinandersetzt, der sollte sich auch fundiert einarbeiten, um dann mal die eine oder andere zusätzliche Perspektive zu sehen, kann auch das eine oder andere Video unterstützend sein, aber dem versierten Betrachter fallen dabei auch gleich die Mängel auf, welche durchaus gefährlich sein oder werden können!

Ein guter Einstieg [!] ist eine fundierte Reparatur-Anleitung in Buchform, so etwas gibt es schon seit Jahrzehnten ... schon damals für das Mofa, den Roller, den Käfer oder Golf ...!

Wichtig ist es die notwendigen Daten zu erhalten und Zwischenschritte, sowie deren Bedeutungen ... welche i.d.R. in Laien- oder schlechten Gewerbe-Videos meist nicht beachtet oder evtl. sogar nicht gekannt werden.

Ein Mechaniker, wie jede andere Fachkraft auch, lernt nicht umsonst Einiges in seiner Ausbildung!

Vieles ist technisch recht einfach ... wenn man die Technik versteht ... aber einiges kann auch dazwischenkommen ... z.B. Rost, festsitzende oder runddrehende Schrauben und einiges mehr... der gekonnte Umgang mit einer "Flex" sollte in "Spezialfällen" evtl. auch drin sein!

Vorbereitung ist Alles!

 

 

Einige Beispiele:

 

Fensterheber ersetzen:

https://www.youtube.com/watch?v=XvR-bgII8zQ

Es ist so einfach wie in dem Video dargestellt, jeder, der einen Nagel in die Wand bekommt und einen Schraubendreher bedienen kann, sollte es in 10-30 Minuten einfach schaffen 6 Schrauben zu lösen und wieder anzuziehen!

 

Angebot der bisherigen "Stamm-Werkstatt":

Material: 295 Euro brutto

Arbeitszeit: 2-3 Stunden

Unser Standpunkt:

2-3 Arbeitsstunden für eine Fachkraft anzusetzen, um 6 Schrauben zu entfernen und wieder anzuziehen bei bereits entfernter Türverkleidung, die auch nur wieder "angeklickt" werden muss, erscheint äußerst "unglaubwürdig"! Der angesetzte Materialpreis ist fragwürdig (s.u.).

 

Eigenleistung:

Material (Fremdhersteller "Markenqualität"): 60 Euro brutto (inkl. Versandkosten!), als Fertig-Modul inkl. Motor.

Das "Original Hersteller"-Produkt wäre auch schon für <110 Euro brutto (inkl. Versandkosten!) zu haben, bei einer angegebenen UVP von ca. 266 Euro.

Es gibt aber hierzu auch No-Name-Produkte für <50 Euro brutto, inkl. Versand und Motor.

Arbeitszeit: gemütliche 30 Minuten, als Laie mit linker und verletzter rechter Hand! (Sicherlich auch in max. 10 Minuten technisch durchführbar! Bei der Erstmontage am Fabrikfliessband hat es für den versierten Akkordarbeiter mutmaßlich nicht mehr als 2 Minuten gedauert...)

 

Es gab akut 2 etwas schwierigere Stellen:

... die Abnahme der Türverkleidung (im Video übersprungen) ohne viele Kunststoffhalterungen abzubrechen (diese kosten aber auch nur ein paar Euro) und das Einklicken der Scheibe in die Kunststoffträger des Fensterhebers, welche sehr unter Spannung stehen. Bei uns ist aber beides gut gegangen.

Es musste auch nicht wie im Video der Motor in das Modul eingesetzt werden, der war bereits vorinstalliert dabei! Also 6 Schrauben raus und wieder rein, das Fenster eingeklickt und den Stecker in den Motor!

Sollte auch nur das Stahlseil (= der Bowdenzug) oder die Kunststoffträger oder die Wickelrolle des Stahlseils oder alles zusammen ersetzt werden, so ist auch schon ein entsprechendes Komplett-Set für knapp 7,90 Euro inkl. USt und Versand erhältlich! Hier dürfte aber der feinmotorische Aufwand für den Reparierenden um einiges größer sein.

Der kompetente Ersatzteil-Fachhändler kann aufgrund der HSN/TSN oder der Fahrgestell-/Fahrzeug-Identitäts-Nummer ("E" im Fahrzeugschein) das genaue Ersatzteil bestimmen!

 

 

 

Ölwechsel? Machen lassen ... selber machen? Alles Unnötig!?!

Ein Video stellt den Ölwechsel als unnötige Machenschaft in Frage!

https://www.youtube.com/watch?v=3G1nmhSZvN0

 

Unser Standpunkt:

Gutes und sauberes Öl ist sehr wichtig für den Motor, deshalb kann man grundsätzlich nicht oft genug wechseln, nur ob und wann es wirklich nötig ist, das ist fraglich und hängt von vielen Bedingungen ab, man sollte es auch selber machen können (unter Beachtung entsprechender umweltschützenden Bedingungen!).

Abpumpen kann zum Ablassen auch eine sehr gute Alternative sein und 1L hochwertiges Öl muss nicht unbedingt mehr als 5 Euro kosten! Der Öl-Filter sollte immer mitgewechselt, so auch sein Dichtungsring und die KFZ-Herstellerangaben zum verwendeten Produkt beachtet werden.

Nach §8 AltölV muss der Händler "gebrauchte Verbrennungsmotoren- oder Getriebeöle bis zur Menge der im Einzelfall abgegebenen Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle kostenlos annehmen", wem das zu umständlich ist, weil er vielleicht online bestellt hat, da auch die Rück-, bzw. Zusendekosten vom Käufer zu tragen sind, der sollte beim kommunalen Entsorger nachfragen wo er Altöl (meist kostenpflichtig) abgeben kann. Es wäre vielleicht auch möglich bei einem anderen Händler, der nach §8 Abs. 1 AltölV eine Annahmestelle betreibt, vor Ort die Annahme (evtl. gegen Gebühr) zu vereinbaren. Da er mit größter Wahrscheinlichkeit das gesammelte Altöl als Wertstoff weiterverkauft, ist die vereinbarte Gebühr ein Rein-Gewinn für ihn.

Die besondere Entsorgungspflicht gilt nach §8 Abs. 3 AltölV auch "für Ölfilter und beim Ölwechsel regelmäßig anfallende ölhaltige Abfälle"!

Besonders wichtig ist auch das Vermischungsverbot nach §4 AltölV!

Und vor allem Anderen: Motoröl darf nicht in die Umwelt gelangen!

 

 

 

Uns verwundert dieser Bericht gar nicht:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-kfz-markenwerkstaetten-auf-dem-pruefstand-100.html

 

 

 

Reifen wechseln, selber machen oder machen lassen?

Für ca. 25 Euro bekommt man einen Räderwechsel, die fertigen Reifen auf Felgen werden einfach ausgetauscht, das sind pro Rad 4-5 Schrauben. Wenn man nun nicht alle Reifen bereits auf Felgen hat und somit die Sommer- und Winterreifen abwechselnd immer wieder auf den einen Satz Felgen aufgezogen werden müssen, dann wird es erheblich teurer.

Es lohnt sich alle Reifen bereits auf Felgen zu haben und die Räder selber zu wechseln! Nicht um 25 Euro oder mehr zu sparen, dafür ist meist die Zeit viel zu kostbar! Aber bei der Gelegenheit kann man selber und eigenverantwortlich sich einen Überblick verschaffen wie fit die Bremsen und Stoßdämpfer noch sind! Die Radnabe muss eventuell auch entrostet werden und eine Prüfung der Radschrauben oder -Muttern ist auch nicht unwichtig, hier ist man dann eben nicht auf das Hörensagen, bzw. die eventuell fragwürdige, Folgekosten-unterstützende, subjektive Sichtweise des Mechanikers angewiesen, sondern hat selber die genaueste Kenntnis vom Zustand!

Man braucht aber etwas "Spezialwerkzeug", so neben einem ordentlichen (vorzugsweise Rangier-)Wagenheber auch einen Drehmomentschlüssel, damit die Schrauben oder Muttern weder zu schwach, noch zu stark angezogen werden (oder einen entsprechenden Schlagschrauber), dazu vielleicht zum Entrosten eine Metallbürste und evtl. etwas Bremsen-,  Keramik- oder Kupferpaste für die Nabe, damit bis zum nächsten Wechsel nicht alles zusammenbackt. Das alles ist aber technisch nicht komplizierter als ein IKEA-Regal zusammenzubauen und Schuhe zu putzen, nur etwas "gefährlicher", wenn man nicht vorher weiß was man da macht. Und nicht vergessen nach einiger Zeit, so ca. nach 50-100 km die Schrauben ordentlich nachzuziehen ... und ordentlich heißt nicht "mal kräftig", sondern dem entsprechenden Drehmoment entsprechend!

P.S: Was wir nun machen, das ist einen drehmoment-begrenzten Schlagschrauber zu benutzen, damit geht es schnell und einfach und wir ersparen uns hier das Ratschen, letztendlich nur noch  eine Basis-Arbeit von ein paar Minuten. Für ungeregelte Geräte gibt es "Torsionsstäbe" oder auch "Torsions-Nüsse" zum ein- oder zwischenstecken. Bei der Gelegenheit lassen sich die Schrauben auch mit einer Drahtbürste entrosten, ebenso die Fläche hinter der Felge. Bremsen und Stoßdämpfer lassen sich dabei sehr gut sichtprüfen.

Kleiner Aspekt zum Nachdenken:

Der Rost an den Schrauben-, bzw. Innen-Gewinde kann eine positive Funktion haben, da er die Schrauben sperrt, sodaß diese sich nicht zu leicht wieder selber herausdrehen. Wenn man das Gewinde so sehr reinigt, daß die Schrauben "butterweich" reingedreht werden können, dann können diese auch sich recht einfach in die Gegenrichtung drehen. Der Anzugsdrehmoment hat hier wenig Einfluss, der regelt zunächst nur den "Anpressdruck", welcher bei Schwergängigkeit durch Rost auch wieder verfälscht werden kann, daher auch die Schrauben niemals fetten!

Ein interessantes Thema zur weiteren Vertiefung!

 

...

 

 

Nachfrage vom 01.07.2018:

"Wenn bei einer Reparatur in einer Werkstatt [hier zum Fensterheber-Beispiel] ein höherer Satz genommen wird, ist das doch ganz normal, es muss ja nicht nur der einzelne Mechaniker, sondern auch die übrigen Mitarbeiter im Hintergrund mit bezahlt werden. Die Leute im Büro wollen doch auch etwas verdienen, oder?"

Hier wird offensichtlich etwas verwechselt! Das eine ist der Stundensatz für die geleistete Arbeitsstunde, welche auch Hintergrund-Kosten abdecken muss, das andere, das wir hier konkret kritisieren, ist die veranschlagte tatsächliche Arbeitszeit. Wenn der arbeitende Mechaniker X Euro pro Stunde als Gehalt bekommt, dann ist klar, daß der Kunde mehr als das bezahlen muss, damit der Betrieb läuft, aber er muss nicht mehr "Zeit" bezahlen, als tatsächlich geleistet wurde, das wäre schlicht Betrug! Wenn nun als reine Arbeitszeit für 6 Schrauben 2-3 Stunden veranschlagt werden, dann stimmt hier etwas mit der Fähigkeit des Einschätzenden nicht, sei es nun seine Fähigkeit den Sachverhalt einzuschätzen oder einfach Schrauben zu drehen!

Wer sein Auto in eine "Vertragswerkstatt" (des Herstellers) bringt, der sollte sich mal genau über den "Arbeitswert" ("AW" in der Rechnung) schlau und wer eine freie Werkstatt aufsucht, der sollte sich auch über eine freie Vertragsverhandlung Gedanken machen! Alles ist möglich bis auf Rechts- oder "Sittenwidrigkeit" ... außer man lässt es zu!

 

Nachfrage vom 13.07.2018

"Sollen denn alle Mechaniker schlecht sein? Ich bin mit meinem echt zufrieden, der kann was und ich denke nicht, daß er mich über den Tisch zieht!"

Keinesfalls wollen wir Jeden und Alles als schlecht darstellen, es gibt wie bei Allem Gute und es gibt Schlechte und jede Menge dazwischen, jeder Gute kann auch mal schlecht sein und umgekehrt! Es ist nur fraglich, ob der "Verbraucher" Gutes von Schlechtem unterscheiden kann oder sogar will! Ein guter "Handwerker" ist immer sein Geld wert, egal ob er Mechaniker, Tierarzt*, Gynäkologe oder "Klempner"  ist!

Es geht uns hier aber auch um mehr, jeder sollte im Rahmen seiner Verantwortung auch verstehen lernen womit er umgeht, nicht nur etwas einfach abschieben in "gute Hände", so wie es eben auch meist mit Tieren geschieht. Bei einem Auto ist dieser Aspekt allerdings höchstens sekundär, da man sich stets die Frage stellen sollte, ob und wie weit man es tatsächlich braucht ... und wenn man von seiner Technik wenigstens etwas nachvollziehen kann und stets auch selber einen guten Überblick über seinen Zustand hat, dann kann man es auch viel besser nutzen!

* Zur Situation der Heilkunde bei Zierfischen in Deutschland - 10 Jahre später

 

Nachfrage vom 21.08.2018

"Ich höre auch immer davon, daß Laien an Ihren Autos sogar die Bremsen selber machen, die sind aber sicherheitsrelevant und sollten daher in Expertenhand bleiben, oder?

Jede Reparatur sollte in Expertenhand sein, es stellt sich nur die Frage nach der Bedeutung "Experte" und wer einer ist. Wer selber Hand anlegt, der trägt auch selber das Risiko und es ist immer eine gute Idee einen kompetenten Fachmann hinzuzuziehen.

ABER: In Schrauberforen ist oft zu lesen, daß der Schrauber lieber seine Bremsen selber macht WEIL sie sicherheitsrelevant sind ...

Es ist z.B. empfehlenswert Reparaturen direkt unter der Aufsicht eines Fachdienstleisters zu machen oder nach Erledigung sein Ergebnis einem solchen direkt zur Überprüfung vorzuzeigen. Man kann auch zum TÜV, DEKRA usw., dann hat man ein sicheres Ergebnis.

Also grundsätzlich selber reparieren und im Anschluss direkt einen genauen "Check-Up" machen lassen, nach einem solchen haftet evtl. sogar die prüfenden Werkstatt.

 

Nachfrage vom 22.09.2018

"Die Ersatzteil-Kosten beim Mechaniker sind natürlich recht gesalzen, ich habe so das Gefühl die kaufen da ein wo man heutzutage auch selber einkaufen kann, verdoppeln den Preis und hauen dann noch mal die Mehrwertsteuer auf den Brutto-Preis. Nur warum eigentlich nicht, verdienen müssen sie auch und verdoppeln ist doch üblich!"

Wir finden es einfach sehr fragwürdig warum die Gewinnspanne so hoch sein muss, wenn der Dienstleister hierzu eigentlich gar keine Leistung erbringt, ausser etwas zu bestellen, was ihm ein anderer schon zurechtlegt. Wir wollen damit nur den Unterschied kritisieren zum eigenen, tatsächlich kostenverusachenden Unterhalt eines gut bestückten Lagers. Für den tatsächlich regelmäßig veranschlagten Ersatzteil-Preis sollte der "Kunde" (der Name hat auch etwas mit "kundig sein" zu tun!) erwarten können, daß jedes benötigte Neuteil auch vorrätig ist und stante pede eingebaut werden kann!

Wenn wir hier zu unserem Beispiel des Fensterhebers zurückkommen, dann wären 350 Euro als Endpreis vielleicht OK, wenn man in die Werkstatt fährt und eine halbe Stunde später fertig und zufrieden diese mit kompletter Erstausrüsterqualität wieder verlässt! Wenn wir aber die ca. 300 Euro Ersatzteil-Preis auf den schon eingeschobenen Werkstatt-Gewinn hin prüfen, dann wären evtl. max. 180-200 Euro als Endpreis für den nächsten oder übernächsten Tag als annehmbar realistischer!

Ersatzteile bestellen sollte vielleicht nur mit 10% auf den Netto-Preis (plus evtl. unvermeidliche Portokosten) beauschlagt werden!

Und wie steht es eigentlich mit der Transparenz in der Rechnung?!

Ein "Ehrlicher" gibt ehrlich zu allem Auskunft, ein "Freundlicher" ist nur freundlich!

 



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