FIBERI - Fisch(erei) Beratung Ritter 2018




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Fazit: Den Laien nicht das Feld überlassen?!

Zur Situation der Heilkunde bei Zierfischen in Deutschland - 10 Jahre später

 

2007:

Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass es um die fischheilkundliche Behandlung von Zierfischen in Deutschland sehr schlecht gestellt ist. Es liegt besonders in der Verantwortung der Tierärzteschaft, dieses zu ändern.

Betroffene Tierhalter, die gerne eine entsprechende Hilfestellung in Anspruch nehmen möchten, werden abgeschreckt von mangelnder Kompetenz oder mangelnder lokaler Verfügbarkeit, beides Umstände, die wiederum im selbstkultivierenden Laiensystem - und zwar zum weiteren Schaden der Tiere - ggf. ausgenutzt werden.

Fische sind grundsätzlich wertvoll: Als lebende Wesen im Allgemeinen sowie als Individuen ggf. von hohem Liebhaberwert (und teilweise durchaus auch erheblichem Geldwert) für ihre Besitzer im Speziellen. Die Tierärzteschaft muss unterstützend mitwirken, dass im Sinne einer tierschutzgerechten Behandlung Zierfische entsprechend ihrer Bedürfnisse gehalten und im wirklichen Bedarfsfall heilkundlieh versorgt werden. Dies kann im Rahmen einer Erstversorgung durch einen fischheilkundlich versierten (!) Haustierarzt geschehen, in komplizierteren Fallen auf jeden Fall gefolgt von einer entsprechenden Überweisung zum Spezialisten.

Nur so kann auf Dauer vermieden werden, dass Zierfischhalter aus Frustration oder enttäuschtem Vertrauen heraus Hilfe bei Laien-Diagnosen und -Therapien suchen, oft zum direkten Schaden der Tiere oder (selbst bei anfänglichem "Erfolg" der Therapie) mit langfristigen Folgeschäden. Darüber hinaus könnte viel Übel abgewendet und gleichzeitig der Ruf des Berufsstandes in Sachen "Zierfisch" gestärkt werden, wenn tierärztliche Spezialisten sich vermehrt in der Öffentlichkeit zu Wort meldet en, z. B. mit Stellungnahmen zu akuten Problemen aber auch als Beitrag zur Kostentransparenz wie z. B. im Internet bei durchaus heftig geführten Diskussionen und sich dort präsent und inhaltlich regulierend erweisen. Als bestes Beispiel wäre ein Interview des österreichischen Fachtierarztes Oliver Hochwartner in einem Hobby Forum zu nennen (https://www.zierfischforum.at/forum/community/medienecke/im-gespraech-dr-oliver-hochwartner-veterinaer.6495/).

Es wäre wünschens- und lohnenswert, dass die Tierärzteschaft die wachsende Bedeutung dieses Tätigkeitsfeldes und seiner Möglichkeiten für die tierärztliche Praxis erkennt und über entsprechende Aus-, Fort- und Weiterbildungsanstrengungen den individuellen Möglichkeiten entsprechend dazu beiträgt, die fachkundige medizinische Versorgung von erkrankten Zierfischen auf eine deutschlandweit breitere und insgesamt stärkere Basis zu stellen.

 


 

2017:

 

FAZIT : Der INKOMPETENZ nicht das Feld überlassen!

Tierärzte müssen sich (wie jeder Dienstleister) weiterhin und fortlaufend als kompetent erweisen, in hoffentlicher Überwindung eines möglichen narzisstischen, opportunistischen und lobbyistischen Anspruches! Dieses betrifft nicht nur die Fische als Heimtiere, sondern die tierärztliche Leistung grundsätzlich! Wer sich wirklich als "berufen" ansieht, der muss neben dem Erwerb und der Erhaltung tatsächlicher Kompetenz auch selbstkritisch, ehrlich und ergebnisoffen motiviert, vorbei an seiner sich evtl. dissozial der allgemeinen Solidarität entziehenden "Rentensicherung" (s.a. DTBl 10/2013, S.1392) auf die öffentliche Meinung (und Bildung!), den Berufsstand und die Politik einwirken, um nachhaltig Basis-Bedingungen zu verbessern und somit diese aus ihrer gesamt gesehen mindestens "Sub-Optimalität" zu führen! Er/Sie muss tatsächlich "höhere" Werte anstreben und die entsprechenden, sich aus der zwangsläufigen Divergenz zu bestehenden Normen ergebenden Konsequenzen tragen! Dieses mag auch nicht ausschließlich auf den tierärztlichen Beruf zu beziehen sein!

 

Zur Vorbildlichkeit

In den vergangenen 10 Jahren konnte hier leider keine Vorbildlichkeit im Rahmen der (Zier-) Fische in Deutschland festgestellt werden, lediglich (ge-) werbliche, sehr unsubstantielle bis mutmaßlich schädliche und leider weiterhin anhaltende Einlassungen (besonders im Bereich Koi-Karpfen)!

Der zuvor in konkreter Beispielung noch relativ als das "beste Beispiel" benannte Hochwartner, entpuppt sich dem Anschein nach leider auch als "Eintagsfliege" (Küppers, 1982/84), da er bei aktueller Prüfung der Verlinkungen seiner Internetseite und den dort proklamierten (hier auf 2007 bezogene) Themen mit heutigem Stand (v. 24.09.2017) seit 12 Jahren auch nichts mehr vorzuweisen hat und somit hierzu jede Nachhaltigkeit vermissen lässt. Dieses Beispiel, das damals bewußt aus dem Ausland cum grano salis extrahiert wurde, hat aber auch keinen direkten Bezug zur Situation in Deutschland! Die damals aufgezeigte inhaltliche Qualität wird hier auch nur noch retrospektiv wohlwollend gesehen und soll nicht für zukünftige Erwartungen als Vorbild dienen (denn, schließlich sind wir nun schon 10 Jahre weiter)! Bei den hier als neuer Minimal-Standard geforderten "Case Reports" zeigt sich Hochwartner prinzipiell zwar wieder relativ vorbildlich (s. fischdoktor.at/vita.htm, vgl.: Gumpenberger u.a., 2004 / Braun u.a., 2008), aber überzeugt durch fehlende Nachhaltigkeit grundsätzlich nicht und ist aufgrund fehlender Zuständigkeit für Deutschland (insofern nicht zufällig auch grenzüberschreitend tätig) auch weiterhin hierzu nicht wirklich relevant, aber immer noch relativ höherwertig!

 

Resultat

Es bleibt hier zuletzt weiterhin der Eindruck, daß (allerdings grundsätzlich wie jeder andere auch!) der tierärztliche Beruf kein verlässlicher Garant sein kann und es bleibt weiterhin fraglich wohin seine Entwicklung geht, aber hier nicht wohin diese gehen muss! Es steht dabei jedenfalls mindestens fest, daß es stets auf den einzelnen Tierarzt, ebenso wie auf jeden einzelnen Tierhalter ankommt, sich in individueller Entwicklung und "Reife" tatsächlich innerhalb der Tierhaltung und -behandlung mindestens nicht nur als nicht-ambivalent, sondern integer und konsequent zu erweisen!

Jemand, der aktiv und direkt an/mit dem Leben anderer hantiert, muss der philosophischen Wahrheit verpflichtet echte Professionalität entwickeln und Verantwortung tragen, er darf kein Dilettant sein!

Und dieses betrifft nicht nur Tierärzte, Tierhalter/-Besitzer und Fische!

 

conseque:

QUO VADIS AUT VADERIS VETERINARIE?!!

 

 

 

 



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